Hallo liebe Schildkrötenfreunde,

wir alle erleben gerade, was es bedeutet, sich aktiv vor einem heimtückischen Virus schützen zu müssen. „Zuhause bleiben“, „Kontaktverbot“, „Ausgangssperre“, „weltweite Reisewarnung“, „Quarantäne“, „Abstand halten“ und, soweit es uns möglich ist, soziale Kontakte meiden.

Viele Menschen bangen zudem um ihren Arbeitsplatz, oder sorgen sich um Freunde, Verwandte und Bekannte, die zur „Risikogruppe“ zählen. Dabei ist es gerade mal vier Wochen her, dass einige von uns sich in Bad Wildungen auf der Jahrestagung der DGHT-AG Schildkröten trafen, um sich dort ausgelassen über unser aller Hobby zu unterhalten, zu diskutieren, zu lamentieren oder zu philosophieren…

Und heute? Alles ist irgendwie anders! Viele von uns haben einen Garten und können nun ihre Schildkröten im Freiland beobachten. Andere genießen die Zeit mit ihren gepanzerten Freunden auf Balkon, Terrasse oder einfach nur im Wohnzimmer. Aber immer mit dem Hintergedanken, dass alles so unwirklich anders ist als noch zu Beginn des Jahres 2020.

Gehen wir heute in einen Supermarkt, müssen wir uns nun daran gewöhnen, dass uns Menschen mit Mundschutz und Einweghandschuhen entgegenkommen. Regale können nicht mehr so aufgefüllt werden wie wir es von jeher kennen. Fast jeder hält Abstand. Ja – sogar an den Transportbändern der Kassen hat man nun seine Ruhe, weil der Hintermann mindestens 2 Meter entfernt stehen bleiben muss. Selbst, um in ein Geschäft hinein zu kommen muss ich mancherorts Wartezeiten in Kauf nehmen. Andere Geschäfte bleiben ganz zu, und Dienstleistungen dürfen momentan auch nur beschränkt angeboten werden.

Freizeitaktivitäten sind nur noch zuhause möglich, und selbst die Sportwelt steht still. Freizeitparks und zoologische Einrichtungen sind geschlossen, genauso wie Schulen und Kindergärten. Jeder versucht die unwirkliche Zeit so gut es geht zu überbrücken. Und viele stoßen dabei an ihre Belastungsgrenzen.

Wir als aufklärender Verein haben lediglich die Einschränkung vor Ort nicht helfen zu können. Aber was machen die Einrichtungen, die sich um Tiere kümmern, und denen nun ihre Einnahmen wegbrechen? Zoos, Tierparks, Tierheime, Auffangstationen, Pflegestellen und andere Aufnahmestellen…

Sie alle müssen die Tiere weiterhin mit Futter, Technik und gesunderhaltenden Maßnahmen versorgen. Halter werden jetzt arbeitslos, oder sie werden vielleicht in Kurzarbeit geschickt. Das Geld wird überall knapp. Und die Auffangstationen sind voll, und stoßen an ihre Aufnahmekapazitäten. Gerade zu dieser Jahreszeit würden nun Frühlingsfeste, Tage der offenen Tür, oder Stationsführungen die Saison einläuten. Auf diesen Veranstaltungen gibt es Einnahmen. Das sind die Veranstaltungen, wo die IGSN im Normalfall Aufklärungsarbeit leisten würde. Die Flyer, Infobroschüren und Begleithefte sind gedruckt, und können selbstverständlich auch später noch verteilt werden. Aber Tierschutzvereine, und Institutionen, die Tiere aufnehmen brauchen gerade jetzt unsere Unterstützung. Finanzielle Unterstützung ist für uns als Verein leider erst zukünftig möglich, wenn die nächste Mitgliederversammlung dafür stimmt. So lange können wir nur anbieten jeder Einrichtung mit Informationsmaterial weiter zu helfen. Zudem wird die IGSN auch in den nächsten Wochen und Monaten, ihre Tassen, Taschen und Kugelschreiber anbieten. Von jedem verkauften Artikel gehen die zwei Euro Gewinn zukünftig in ein neues „Notgroschen-Projekt“. Ein Gremium, das auf der nächsten Mitgliederversammlung dafür gewählt wird, entscheidet dann, wohin das Geld geht.

Bis es soweit ist, appellieren wir an Eure Gutmütigkeit. Unterstützt Zoos, Tierparks, Tierheime, Auffangstationen und deren Pflegestellen. Ob finanziell (z.B. durch Spenden, oder eine Tier-Patenschaft), durch Futterspenden, oder andere Arten der Unterstützung. Helft ihnen, und damit auch den Tieren…

Gemeinsam für Schildkröten, z.B. in:

Natürlich gibt es auch noch weitere Auffangstationen und Pflegestellen. Die oben aufgeführten Institutionen wurden entweder von unseren Mitgliedern in den letzten Wochen und Monaten mal besucht. Oder sind in den letzten Monaten immer mal wieder positiv aufgefallen. Wendet Euch direkt an die Stationen.

Eine weitere gute Möglichkeit, Pflegestellen, Stationen und andere Projekte finanziell zu unterstützen ist die Facebookgruppe „Schildkröten-Spendenflohmarkt“ (https://www.facebook.com/groups/SchildkroetenSpendenFlohmarkt/). Schaut mal rein, es lohnt sich.

Passt alle gut auf Euch und eure Lieben auf. Bleibt bitte gesund. Und wenn diese schwere Zeit gemeistert wurde, treffen wir uns wieder auf den Tagungen, Tierheimfesten, und Infoveranstaltungen.

Gemeinsam für Schildkröten eben…

Vielen Dank, Ralf Czybulinski (Vorstand IGSN)

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Schwere Zeiten…